south africa

Im August 2010 hatte ich die unglaubliche Möglichkeit als Teil einer Jugendbegegnung zwischen jungen Afrikanern aus Madikwe (in der Nähe von Johannisburg) und einer deutschen Gruppe des Partnerkirchenkreises nach Südafrika zu fliegen. Eine wirklich großartige Landschaft, weite Steppen und ein Zebra am Wegesrand, vor Lebensenergie und Gastfreundschaft nur so strotzende Menschen und die geballte Ladung verschiedenster Traditionen, die aufeinanderprallen. Von Sprache, über Glaube, Essen und Werte. Die Verpflegung in dem Camp, in dem wir die meiste Zeit untergebracht waren, wer recht Fleischlastig, viel Breiartiges und nicht sehr unbekannt, aber wenn man mal die Möglichkeit hatte, bei einem Fest auf dem Dorf anwesend zu sein, kam man in – na ja ich nenne es mal – die Verlegenheit African Beer, Sour Porridge und diverse Speisen mit Innereien probieren zu dürfen. Die Küche in Südafrika ist stark durch Einwanderer aus Holland, Belgien und England geprägt, gemischt mit den älteren Bräuchen der Eingeborenen. Das hat man auch stark im Camp gemerkt (allerdings war das Essen dort wohl eher an westliche Vorlieben angepasst)

English version coming soon!

    1. African Bread 1 Schüssel Mehl, 1 Pk Trockenhefe, 1 Tasse Zucker und 1 gute Hand Salz vermischen, 3/4 Eimer lauwarmes Wasser dazu, alles zu einem Teig verknete und in der Wärme 2 Std gehen lassen. Danach werden aus dem Teig Fausgroße Kugeln geformt und auf eine Art gefetteten Wok mit 3 Beinen gelegt, unter dem Glut glimmt. Die Teigkugeln werden mit Öl oder Fett bedeckt, ein Deckel aufgelegt und dieser mit Asche bedeckt. Und nach 20 min ist die Partysonne ist fertig!

    2. Pap: aus Maismehl (~1 kleine Tasse) und Wasser (1/2 Topf bzw ~2,5 L) gekochter (~45 min) weißer Brei, abhängig von der Wassermenge mehr oder weniger fest

    3. Gravy (dafür Zwiebeln in reichlich Öl anbraten, geraspelte Tomaten ohne Haut (oder aus der Dose) dazu und alles mit grünen Chilis, Salz, Zucker und einer Art Oxtail-Brühwürfel köcheln)

    4. Fleisch (meistens Huhn, aber auch Lamm und alles andere) In dem Dorf, in dem ich in der Gastfamilie war, gab es direkt neben der Bar einen Metzger, bei dem man abends Fleisch kaufen konnte, das man dann direkt vor Ort mit einer Gewürzmischung würzen und vor der Metzgerei gegrillen konnte.
    5. Morogo (eine Art sehr kauintensiver, salziger Spinat. Dafür Zwiebel und Tomate anbraten, Morogo zufügen (evtl vorher inweichen, falls getrocknet) Salz dazu und 15 Min köcheln) mit Sour Porridge (stichfest, sauer, fast kalt und mit dem chlorig-rauchigen Geschmack von Wasser, das über dem Feuer erhitzt wurde )

    6. Banana Cake (4 Cups Mehl, 1/4 Margarine und 1 Cup Zucker vermischen. Dazu einen Mix aus 1/2 L Milch, 3 Eiern und 3 Bananen geben. Und wohl auch backen^^, aber dazu habe ich nichts notiert. Ich würde mal standardmäßig 180°C 1/2 Stunde tippen, in einer flachen Form. Und wenn man kein Kuchenmehl hat, kann wohlmindestens 1 TL Backpulver nicht schaden)

    7. African Beer (hat geschmeckt wie saurer schlecht gepanschter Apfelwein mit der Farbe und dem Mundgefühl von Sojamilch. Urgh! Es wird vorwiegend für Beerdigungsfeiern zusammengebraut)

    8. Essen im Camp: Frühstück mit Baked Beans, Stampfkartoffeln, Bacon, Muffin oder Porridge oder Toast mit Marmelade, Kiri-Frischkäse, Schmelzkäsezubereitung oder Scheiblettenkäse (das war zu meinem Entsetzen der einzige Käse, der zufinden war) Mittag- oder Abendessen mit Salat, als Beilage Reis, Kartoffeln, Kartoffelbrei oder Pap, dazu Gemüse Erbsen, Möhren, Kürbis (als Brei recht süß), Spinat und Fleisch, Fleischbällchen, Hühnchen, Ei mit Mayonnaise, Tintenfischring, Gemüseteigbällchen   
    9. Church fest mit Pap, traditionellem Eintopf mit allerlei eingeweiden und ich erinnere mich nicht mehr was noch.
    10. Wedding orange: recht süßer Kürbisbrei, rot: Rote Beete Salat, alles andere weitere Salate, nichts außergewöhnlich unbekanntes. Dazu Rotwein, der in Südafrika generell eher süß ist. Sowie auch der Kaffee, löslicher Kaffee mit viel viel Zucker!

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